07.07.2022 | Konferenz

Internationale Konferenz „Dialogues in Data Power“



Vom 22. bis 24. Juni fand die vierte internationale Data Power Konferenz statt. Der diesjährige Fokus lag dabei auf Dialogen über Datenmacht. Die Durchführung der Konferenz wurde durch das DSC finanziell unterstützt.

Die Data Power Konferenz wurde dieses Jahr parallel an drei Orten (Sheffield, Bremen und Ottawa) durchgeführt. Dabei ermöglichte das erstmals hybride Format der Konferenz eine Teilnahme online, sowie an einem der drei Veranstaltungsorte (University of Sheffield, ZeMKI Universität Bremen und Carleton University).

Während sich bei der letzten Data Power Konferenz an der Universität Bremen (2019) alles um Data Power und globale Un-/Sicherheiten drehte, lag der Schwerpunkt dieses Jahr auf Dialogen und kritischen Reflexionen zum Thema Datenmacht. Im Rahmen von verschiedenen Vorträgen und Panels wurden soziale, politische, ökonomische und kulturelle Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung von Daten in unserem Alltag und unserer Gesellschaft diskutiert. Im Fokus standen dabei mitunter folgende Fragen: Wie können verschiedene Interessengruppen in Diskussionen rund um das Thema Datenmacht involviert werden? Darüber hinaus wurde debattiert, welche Methoden sich für die Untersuchung von Datenmacht eignen und inwieweit Forschung rund um die Macht von Daten spezifische Fälle aus der Praxis berücksichtigen sollte.

Mit diesen kritischen Fragen setzten sich dieses Jahr 180 Teilnehmer*innen auseinander, wobei über die Hälfte dieser der Konferenz online beiwohnten. In Bremen nahmen 40 Wissenschaftler*innen vor Ort teil, die ihre Forschung in acht verschiedenen Panels präsentierten. Die Durchführung der Konferenz in Bremen wurde dabei vom ZeMKI, ifib und dem Data Science Center unterstützt. Um die erfolgreiche Umsetzung der Data Power Konferenz 2022 zu fördern, erhielt DSC Mitglied und Co-Organisatorin Dr. Juliane Jarke den DSC Seed Grant (wir berichteten hier).

An jedem der drei Konferenztage wurde außerdem eine Keynote ausgerichtet. Die Bremer Keynote fand in Form eines interdisziplinären Dialogs statt, welcher Berührungspunkte zwischen Informatik, Sozialwissenschaften und Philosophie diskutierte. Zu den Keynote Speakern zählte Irene Fubara-Manuel mit dem Vortrag „Leave to Remain: The Biopower of Migration Algorithms and Data Structures“. Dieser setzte sich mit dem Thema Data Power im Rahmen von datenbasierten Visaregelungen auseinander. Ein Beitrag mit dem Titel „Data Sovereignty“ von Keynote Speaker Jonathan Dewar beschäftigte sich darüber hinaus mit dem Thema der Datensouveränität der First Nations in Kanada.

Einen besonderen Erfolg der Konferenz stellte laut den Organisator*innen die rundum erfolgreiche Durchführung in hybrider Form dar, die einen intensiven und angeregten Austausch zwischen den Wissenschaftler*innen ermöglichte. So äußerte sich Organisatorin Jo Bates in ihrer Willkommensrede an der University of Sheffield zum gemischten Format der Konferenz: „We calculated that compared to if we had held the conference only in person in Sheffield and everyone was flying in, we have saved ~125 tonnes of carbon just on flights.“

Die nächste Data Power Konferenz wird voraussichtlich im Jahr 2024 stattfinden.

Fragen beantwortet:
Dr. Lena Steinmann
DSC Koordinatorin
+49 (421) 218 - 63941
lena.steinmann@uni-bremen.de



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