Prof. Dr. Hans-Günther Döbereiner

Döbereiner
FB 01: Physik und Elektrotechnik
Biologische Physik
Sprecher NFDI4Phys

KOMPETENZEN
Physik komplexer Systeme; Dynamik von Netzwerken; Transdisziplinäre Physik; Physik der Emergenz; Physik basaler Kognition; Universelle Mechanismen des Entscheidens, Physik des Verhaltens.

KURZPROFIL
Hans-Günther Döbereiner diplomierte 1989 in theoretischer Kernphysik an der FAU Erlangen-Nürnberg und wurde 1995 an der Simon-Fraser University, Kanada, in biologischer Physik promoviert. Nach seiner Habilitation 1999 in Physik an der Universität Potsdam mit einer Arbeit am MPI für Kolloid und Grenzflächenforschung war er 2000 als Heisenbergstipendiat am Institut Curie, Paris, und an der DTU Copenhagen, sowie ab 2003 im Department of Biological Sciences, Columbia University in New York tätig. Er lehrte dort 2005-2006 als Adjunct Assistant Professor im Physics Department biologische Physik. Seit 2006 ist HG Döbereiner Professor für Physik am Fachbereich 1 der Universität Bremen.

Seine Arbeitsgruppe am Institut für Biophysik beschäftigt sich mit Grundlagen der Zellbewegung und mit der biologischen Physik von Physarum polycephalum. Dieser Schleimpilz hat sich in den letzten Jahren zu einem Modelsystem der (basalen) Kognition entwickelt. HG Döbereiner hat seit 2016 die Ringvorlesung Universelle Eigenschaften des Entscheidens organisiert, die alle klassischen Disziplinen verbindet von den Ingenieur- und Naturwissenschaften über die Lebenswissenschaften zu den Sozial- und Geisteswissenschaften. In 2020, wurde er Sprecher des Konsortiums Nationale Forschungsdateninfrastruktur für disziplinäre und transdisziplinäre Physik (NFDI4Phys).

In das DSC bringt er ein seine Vision universelle Eigenschaften hierarchischer Datenstrukturen aus der Physik emergenter Systeme abzuleiten. Sein Ziel ist die kontextuelle Verknüpfung der Dynamik von Netzwerken mit semantischen Inhalten. Seine momentanen Projekte behandeln die Propagation von Phasengrenzen in aktiver Materie, die Regulation von Zellbewegung, die Rolle von synchronisierten Oszillationen von und in Netzwerken beim Lernen, binäre Entscheidungsphasendiagramme, sowie den Handel mit öffentlichen Gütern auf dynamischen Netzwerken.


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