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01.07.2020 | NFDI

Vier NFDI Konsortien mit Bremer Beteiligung gefördert



Mit der Bekanntgabe der ersten neun geförderten NFDI Konsortien wurden die Weichen für den Aufbau einer koordinierten und vernetzten Informationsinfrastruktur in Deutschland gestellt.

Forschungsdaten sind der Treibstoff für Wissenschaft. Um deren wertschöpfende Nutzung zu gewährleisten, sind die Etablierung und Weiterentwicklung eines qualitätsgesichertes Forschungsdatenmanagements von wesentlicher Bedeutung. Die 2018 etablierte Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) nimmt dabei eine zentrale Rolle ein, indem sie die Nachhaltigkeit von Forschungsergebnissen sowie die Qualität, Interoperabilität und gute (Wieder-)Nutzbarkeit von Forschungsdaten sicherstellt. Die Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) hat mit der Bekanntgabe der ersten neun geförderten NFDI Konsortien am 26. Juni 2020 die Weichen für den Aufbau einer koordinierten und vernetzten Informationsinfrastruktur in Deutschland gestellt. Die folgenden vier dieser Konsortien sind mit Bremer Beteiligung:

NFDI4BioDiversity - Biodiversität Ökologie und Umweltdaten
Sprecher: Prof. Dr. Frank Oliver Glöckner (MARUM, Universität Bremen; AWI)

NFDI4Health - Nationale Forschungsdateninfrastruktur für personenbezogene Gesundheitsdaten
Co-Sprecherin: Prof. Dr. Iris Pigeot (BIPS)

KonsortSWD - Konsortium für die Sozial-, Bildungs-, Verhaltens- und Wirtschaftswissenschaften
Co-Sprecherin: Prof. Dr. Betina Holstein (Socium)

NFDI4Ing - Nationale Forschungsdateninfrastruktur für die Ingenieurwissenschaften
Participants: Prof. Dr. Frank Kirchner (DFKI); Dr. Florian Cordes (DFKI)

Das Ziel der Konsortien ist es, die häufig dezentral gelagerten Datenbestände systematisch zu erschließen, dauerhaft zu sichern und gemäß der FAIR-Prinzipien disziplinübergreifend verfügbar zu machen. Zu dem Zweck arbeiten Datenanbieter und -nutzer innerhalb der Konsortien zusammen, um Metadatenstandards und ein interoperables Forschungsdatenmanagement zu entwickeln. Dabei soll eine eng vernetze Struktur eigeninitiativ agierender Konsortien aufgebaut werden, welche die nationale Zusammenarbeit stärkt und die internationale Anschlussfähigkeit sicherstellt. Bund und Länder beabsichtigen, insgesamt bis zu 30 Konsortien in drei Ausschreibungsrunden für einen Zeitraum von fünf Jahren zu fördern, wobei die Begutachtung von der DFG koordiniert wird. Für die Förderung der Konsortien stehen bis zu 85 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. In der ersten Förderrunde wurden 22 Anträge eingereicht an denen insgesamt 142 verschiedene Einrichtungen beteiligt waren.

Informationen zu der zweiten Ausschreibungsrunde, mit Förderbeginn zum 1. Oktober 2021, finden Sie hier.


Autor*in: Lena Steinmann


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